PHPP2007 Berechnung
Die PHPP-Berechnungen unseres Hauses wurden durch die RiVi-Tech Engineering ausgeführt. Nachfolgend findet ihr einige Auszüge aus dem Programm.
Im 4. Register der PHPP-Datei werden die U-Werte der verschiedenen Aufbauten (Boden, Wand, Decke, …) ermittelt.

In unserem Fall sind dies 5 verschiedene U-Werte, nämlich für die folgenden Bauteile:
- Bodenplatte
- Außenwand
- Außenwand gegen Erdreich
- Dach Euromac MTP2
- Bodenplatte mit verstärktem Estrich
Das Register „Erdreich" dient zur Berechnung der Wärmeverluste von erdberührenden Bauteilen.

Als Ergebnis wird erstens ein Reduktionsfaktor für diese Bauteile ermittelt, zweitens die mittleren Bodentemperaturen für das Monatsverfahren und drittens die Auslegungstemperaturen für die Heiz- und Kühllastberechnungen.

In unserem Fall handelt es sich um Tonschiefer im Untergrund.
Im Register „Fenster" werden die Fensterflächen, die Ausrichtung, Art und Typ von Fensterrahmen und -glas sowie die Einbausituation ermittelt.

Das Ergebnis sind die Transmissionsverluste und die solaren Gewinne.
Im Register "FenTyp" sind verschiedensten Fenstergläser und -rahmen aufgelistet. Daneben kann man eigene Werte eintragen.

Speziell für die Wärmebrücken im Glas- und Rahmenrandbereich sollte man die korrekten Werte auch eingeben. Manche Hersteller haben zertifizierte Werte, wenn die Fenster entsprechend ihren Vorgaben eingebaut werden. Andernfalls kann man die Wärmebrücken auch nachrechnen.
Im Register "Verschattung" wird im Fall eines Schatten werfenden Objekts vor dem Fenster ein Reduktionsfaktor für den Energiegewinn berechnet. Zusätzlich wird das Fenster durch die seitlichen und die oberen Laibungen verschattet.

Da es bei uns ein Nachbargebäude auf der Südseite gibt, welches theoretisch nur das Badfenster verdeckt, sowie eine Hecke, die das untere Treppenfenster teilweise verschattet, würden die Eingaben in PHPP wie folgt aussehen:
Eine genauere Berechnung mit Hilfe des Programms „Sombrero" erbrachte jedoch höhere Verschattungsgrade.
Dazu wird das umgebende Gelände genauer modelliert. Es werden benachbarte Gebäude, die Geländekontur und markante Bäume abgebildet.
Für den Winterfall ergibt sich für das mittlere Treppenfenster beispielhaft das im nachfolgenden Bild dargestellte Ergebnis.
Und für den Sommerfall das folgende Ergebnis.
Die Berechnung aller betroffenen Fenster liefert nachfolgend dargestellte Verschattungsgrade:
Es ergeben sich somit deutlich schlechtere Werte, als es die reine PHPP-Berechnung vermuten ließen. Gleichzeitig dürften diese Werte aber näher an der Realität sein, so dass wir durch die Simulation der Verschattung auf der sicheren Seite liegen sollten.
Im Register „Lüftung" werden die benötigten Frisch- und Abluftmengen für das Gebäude bestimmt, sowie die Luftwechselrate bei Drucktest (Blower Door Test) und der Wirkungsgrad des Erdwärmetauschers eingegeben.
In den Registern „Heizwärme" und „Monatsv" werden jeweils die Energiegewinne und -verluste des Hauses berechnet und dargestellt. Je nach Wahl im Register „Nachweis" ist das Eine oder das Andere Register maßgebend.

Da wir in unserem Fall die freie Wahl haben, haben wir uns für das Register „Monatsv" entschieden. Die magische Zahl ist jeweils der Heizwärmebedarf, welcher den Grenzwert von 15kWh/m²a nicht übersteigen darf.
Im Register "Klimadaten" wird das Klima für den Standort des Hauses ausgewählt.

Für dieses Projekt wurden deshalb die Daten für „Benelux" und „Elsenborn" ausgewählt.